Das Comeback des Jeanshemds

| AUTOR/IN DIESES BEITRAGS Torsten Grom | pro-manschettenknoepfe.de |

Das Jeanshemd - Comeback eines Klassikers

Wenn man genau hinsieht, war das Jeanshemd eigentlich nie wirklich out. Doch es hatte Phasen. seine In verschiedenen Jahrzehnten standen Denimhemden häufig im Vordergrund. Sie mischten die Mode mit neuen Interpretationen, überarbeiteten Designermodellen, neuen Zuschnitten und Einfärbungen auf. Zu anderen Zeiten trat das typische Blau der Jeans eher dezent in den Hintergrund. Wer Hemden aus Denim liebte, trug sie allerdings auch dann, wenn sie gerade nicht angesagt waren. Der Jeanslook kommt nämlich vielen Männern als idealer Freizeitlook entgegen. Jeans und Shirt sind seit Jahren der oft bevorzugte Freizeitlook der Männer.

Jeanshemd Einstmals als reines Arbeitshemd erfunden, erfreuten sich Jeanshemden spätestens in den Achtzigern hoher Beliebtheit bei den Herren. Spätestens jetzt hatte auch die Jeans Kultcharakter erhalten. Sie konnte sich geadelt fühlen, weil große Modehäuser und weltbekannte Designer sie für sich entdeckten. Der lässige Jeans-Look veranlasste manchen Herren dieser Zeit, mit aufgeknöpftem Jeanshemd über der Hose eine behaarte Brust und gut ausgebildete Sixpacks zu zeigen. Das beeindruckte möglicherweise manche Dame, nicht aber den Vorgesetzten - zumindest, wenn man diesem unverhofft begegnete. Man trug das Jeanshemd damals bevorzugt in der Langarmversion und krempelte die Ärmel bei Wärme hoch. Das Kurzarmhemd galt bei echten Männern als nicht cool genug. Es war aber zweifellos kühler als ein Langarmhemd aus solidem Denimstoff. Die Ausnahme unter den Jeansträgern bildeten jene Männer, die die Ärmel ihrer Denimhemden gleich nach dem Kauf komplett abschnitten. Sie konnten ihre Muskelberge so ohne störende Bedeckung zeigen und mussten nicht hinnehmen, dass ein zu enger Ärmel irgendwo spannt. Die Alternative zu diesem Outfit war für muskelbepackte Männer das ärmellose "Muscle Shirt".

Zur Mitte der Neunziger rückte das lässige Hemd aus Denim in der Modewelt wieder mehr in den Hintergrund. Man trug in der Freizeit nun eher ein bequemes Shirt mit oder ohne Print. Alternativ waren lässige Karohemden oder luftige Seersucker-Sommerhemden angesagt. Mittlerweile hat das Jeanshemd mehrere Wiederauferstehungen im Mode-Universum erlebt - unter anderem ganz aktuell. Es gilt 2016 als Must-have für den modebewussten Herrn. Das Denimhemd kommt mittlerweile in diversen Passformen, Ärmellängen und Einfärbungen an den Mann. Dies verführt viele Herren dazu, mehr als ein Denimhemd als Freizeitoutfit ihr eigen zu nennen.

Der Jeanslook ist niemals ganz out

Outfit mit Jeanshemd Kaum eine Mode hat sich im Laufe der Jahrzehnte als so langlebig, variabel und vielseitig erwiesen wie die Jeansmode. Der Erfinder der Jeans wäre erstaunt über die Überlebensfähigkeit und universelle Wandelbarkeit seiner Arbeitsbekleidung gewesen. Hemden und Hosen aus Denim haben sich aber mit der Zeit optisch gewandelt. Die Designer haben sie immer wieder neu erfunden. Dabei sind die modernen Denimhemden dennoch bei ihren traditionellen Werten geblieben. Jeans werden auch heute noch als Arbeitskleidung genutzt. Doch ein Jeanshemd ist heute nicht mehr nur in Blau und in allen möglichen Schattierungen von Blau erhältlich. Der Denimstoff darf nun auch Weiß, Schwarz, Hellgrau, Kamelbraun, Rostrot oder Beige eingefärbt werden. Er darf Punkte, Paisley-Muster, Tigerstreifen sowie Karo- oder Rautenmuster aufweisen. Moderne Jeanshemden können auch als Kurzarmhemd im "Slim Fit" oder "Super Slim Fit" gestaltet worden sein. Die Stoffe für Denimhemden fallen heutzutage in der Regel leichter und weicher aus als früher. Die dünneren Hemdenqualitäten können den Kleiderschrank der modebewussten Herren auch in Chambray-Qualität bereichern.

Jeanshemden mit einer oder zwei Brusttaschen sind bei gut sortierten Anbietern genauso zu finden wie Denimhemden ohne Brusttasche. Man trägt das lässige Jeanshemd unter oder über der Hose. Herren mit Stil kombinieren es mit einem weißen Shirt und tragen das Jeanshemd offen darüber. Das coole Hemd über den Shirts darf heute auch einen Henleyausschnitt oder einen klassischen Kragentyp mit Nieten aufweisen. An einigen Männern gibt es auch die Kragenvariante als Button-Down- oder Kentkragen sowie als kleiner Stehkragen zu entdecken. Unter vielen Jeanshemden blitzen heute großflächige Arm-Tattoos hervor. Das wirkt vor allem dann männlich-markant, wenn die Kleidung einfarbig bleibt und sich optisch zurücknimmt. Cowboytypen lieben weiterhin das klassische Westernhemd in Denim. Es darf gerne stilisierte Western-Stickereien am Kragen, rustikal wirkende Nieten oder Lederbesätze an Taschen und Schultern aufweisen. Mit farblich passenden Cowboystiefeln oder Biker-Boots setzt man noch einen modischen Akzent oben drauf.

Mancher Mann kauft sich ein Jeanshemd mit Schultertressen im Military-Look. Modisch Wagemutige wagen sich sogar an ein weit geschnittenes Jeanshemd im Kimonoschnitt mit ausgefransten Säumen. Eher selten wird man an einem Herrn mit Geschmack ein rostrot eingefärbtes Denimhemd sehen. Die favorisierte Farbe für Denimhemden ist weiterhin Blau, gefolgt von hellen, beigefarbenen oder grauen Denimhemden. Nie zuvor zeigte sich das Jeanshemd modisch so variabel und vielseitig wie heute. Der "Distressed Look", tauchgefärbte Jeanshemd-Varianten und ausgeprägte Bleachings sind hier und da zu entdecken. Auch die Two-Tone-Optik mit den klassischen Nieten findet sich noch im Sortiment. Kurzum: Es gibt anscheinend keinen Look, den ein Jeanshemd nicht verkraftet.

<3>Wie kombiniere ich mein Jeanshemd richtig?

Jeanshemd Im Grunde gibt es zu den Kleidungsregeln über Jeanshemden nicht allzu viel zu sagen. Jeanshemden sind reine Freizeithemden, so viel steht fest. Im Businesskontext passen die lässigen Denimhemden meistens nicht - es sei denn, die Dresscodes im Büro sind sehr locker. Wo immer der Chef korrekte Anzuuml;ge, Manschettenknöpfe und Krawattennadeln erwartet, sorgt ein unkonventionelles Jeanshemd dafür, dass man schief angesehen wird. Karriereförderlich ist ein lässiges Jeans-Outfit garantiert nicht. Auch wenn es heute in normalen Berufen in Ordnung ist, einen semi-formellen Look zu tragen, sollte man sich der Regeln von Dresscodes bewusst sein. Nur im eigenen Geschäft darf man andere Standards setzen.

Der All-over-Jeanslook, bei dem Hemd und Jeans im selben Farbton getragen werden, ist momentan nicht so angesagt. Man kann zu diesem variablen Hemdentyp zwar prinzipiell anziehen, was man möchte. Doch wenn man genauer hinschaut, etablieren sich unter den jungen Leuten angesagte Looks, die andere Outfit-Varianten modisch ausstechen. Zum Beispiel trägt der Mann von Welt sein Denimhemd heute mit geschlossenem oberen Kragenknopf. Früher galt das als spießig. Dazu trägt man derzeit einen Vollbart und einen coolen Haarschnitt. Eine nackte Männerbrust zeigen heute nur noch die notorischen Obermachos. Man gibt sich auch in der Freizeit eher bedeckt. Die jungen Herren achten heute wesentlich mehr auf Stil. Sie bevorzugen meist bestimmte Jeans-Marken, mit denen sie sich identifizieren können.

Modebewusste Männer ziehen zum Jeanshemd grundsätzlich kontrastfarbene Hosen an. Handelt es sich dabei ebenfalls um eine Denimhose, sollte diese deutlich heller oder dunkler ausfallen. Wenn Hose und Hemd verschiedene Nuancen des Farbtons Blau aufweisen, sieht es einfach interessanter aus. Hemd und Hose sind idealerweise einfarbig. Das Jeanshemd darf aber auch gemustert sein. Dazu passen eine helle Chino, eine dunkle Bermudashorts oder eine schwarze Büffellederhose perfekt. Ob man dazu Sneaker, Westernstiefel, Bootsschuhe, die angesagten Chelsea Boots oder edle Lederhalbschuhe trägt, bleibt dem persönlichen Geschmack und dem individuellen Stil überlassen. Was an den modernen Denimhemden auch heute überzeugt, ist ihre immense Kombinationsfreude und ihre unverwüstliche Robustheit. Je länger man sie trägt, desto besser sehen Denimhemden aus.

Denimhemden sind 2016 absolut angesagt

Outfit mit Jeanshemd Selbst Top-Modehäuser wie Stella McCartney, Gucci, Chloé, Willy Bogner oder Yves Saint Laurent setzen seit einiger Zeit wieder voll auf Denim. Notorische Jeanshemdenträger finden sich unter den Promis auch ohne diese Tatsache reichlich. Auf dem roten Teppich der bekannten Filmmetropolen trägt man traditionell Anzug. Aber in der Freizeit laufen Männer wie die Schauspieler Clint Eastwood, George Clooney oder Brad Pitt, Rocksänger wie Roger Daltrey von "The Who" oder Bon Jovi gerne mal im bequemen Jeanshemd durch die Stadt. Der klassische Jeanshemd-Typ war der bis heute unvergessene James Dean. Vor dreißig Jahren musste man ein Jeanshemd - ähnlich wie eine Jeanshose - erst eintragen. Es wirkte nach der Wäsche brettsteif und trug sich erst nach und nach weich. Die modernen Denimhemden sind sehr viel dünner und daher auch bequemer. Im "Regular Fit" fallen sie bequem aus. Im "Modern Fit", im "Slim Fit" und im "Super Slim Fit" sitzen sie unterschiedlich körpernah.

Herren jeden Alters kombinieren den leichten Baumwolldenim heutiger Jeanshemden je nach Außentemperaturen mit Shirts, Hemden oder Baumwoll-Cardigans, Pullovern oder Wolljacken. Modisch up to date ist auch ein lässig um den Hals geschlungener Schal. Krawatte oder Fliege trägt man zum Denimhemd an sich nicht, obwohl es durchaus geht. Denn mit einer Klubjacke bzw. einer dunkelblauen Anzugjacke und einem Denimhemd kann man durchaus einen semiformellen Look hinbekommen. Zu diesem passen hochwertige Designer-Lederschuhe am besten. Damit kann man durchaus ins Büro gehen, zum Beispiel am "Casual Friday". Bedingung ist aber, dass der Dresscode und die Branche solche lässigen Outfits auch erlauben.

Das Jeanshemd ist und bleibt wegen seiner markanten Machart maskulin. Es steht in femininem Schnitt aber auch den Damen gut zu Gesicht. Der Klassiker kann mit Westernmotiven bestickt werden oder ganz klassisch daherkommen. Man kann wahlweise einfarbige oder fein gestreifte Shirts mit dem famosen Denimhemd kombinieren. Vermeiden sollte man jedoch, unter einem offen getragenen Kurzarmhemd ein T-Shirt mit auffallendem Print zu tragen. Ein großflächiger Print nimmt am Ende beiden Oberbekleidungen die optische Wirkung. Noch unruhiger wird es, wenn die Arme zudem noch großflächig tätowiert sind.

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