Welche Business-Bag trägt man(n) zum Anzug?

| AUTOR/IN DIESES BEITRAGS Torsten Grom | pro-manschettenknoepfe.de |

Welche Business-Bag trägt man(n) zum Anzug?

Der moderne Mann hat wesentlich mehr modische Freiheiten im Business - aber es kommt darauf an, in welcher Branche er tätig ist. Kreative Branchen erlauben modisch mehr Wagemut und Experimentiergeist als ein Job in den oberen Manager-Etagen. Dort herrscht meist ein strengerer Dresscode. Entsprechende Vorschriften lassen einem Mann nicht allzu viel Wahlfreiheit. Auch die Frage, ob man einen konventionellen Aktenkoffer nutzen sollte oder sich Freiheiten beim Transport seiner Papiere nehmen kann, hängt von der Branche und Position ab, in der man arbeitet.

Heute kann man jede Menge Akten in einer Cloud ablegen. Das schafft neue Gegebenheiten, die man auch auf den Gebrauch einer Business-Tasche umsetzen kann. Sie kann heute in manchen Berufsfeldern kleiner und dünner ausfallen als früher - beispielsweise als schmale Notebooktasche.

An der Uni ist noch alles erlaubt

Taschen für die Universität Solange man BWL oder Jura, Sprachen oder Wirtschaftswissenschaften studiert, darf man mit so gut wie jeder Tasche im Hörsaal aufschlagen. Dabei fällt auf, dass die zielstrebigen und erfolgreichen Studenten bereits jetzt auf angemessene Kleidung und entsprechende Business-Bags achten. Sie kümmern sich bereits früh um Praktikumsplätze, nützliche Kontakte und vielseitige Berufserfahrung. Spätesten bei einem Firmenpraktikum sollte man wissen, dass man den abgegriffenen Universitäts-Rucksack gegen einen schönen Leder-Rucksack tauschen sollte. Eine klassische Aktentasche wäre zum Businessanzug noch besser. Der Geschäftsanzug sollte schlicht, aber nicht zu elegant ausfallen. Auch die Aktentasche eines Praktikanten sollte weder Reichtum noch die Sehnsucht danach verraten. Eine einfache Aktentasche aus Synthetik wäre vollauf genug - es sei denn, man wollte in einem Modeunternehmen als Kreativdirektor anheuern.

Der Look im Praktikum und der Ausbildung

Buisness-Bag für Männer Ausnahmen vom klassischen Business-Look sind nur sinnvoll, wenn man in einem Kreativberuf Erfahrungen sammeln möchte. Hier kann eine klassische Aktentasche zu viel Spießigkeit verraten. Goldene Manschettenknöpfe und ein grauer Anzug signalisieren ebenfalls nicht gerade eine kreative Ader. Als Minimum müssten ein farbenfroher Bohemien-Schal und aus dem Rahmen fallende Schuhe her. Man sollte wissen, wohin man geht und welcher Look an diesem Ort der richtige ist. Jede Szene und jede Branche hat ihre eigenen Gesetze, was Outfit, Accessoires und Gesamteindruck angeht. Man tut gut daran, weder zu overdressed zu sein, noch sich in allzu viel modischem Understatement zu üben.

Daher ist angeraten, dass man sich nicht nur über den Berufsinhalt und das Unternehmen informiert, in dem man ein Praktikum absolvieren wird. Auch die internen Gepflogenheiten und der Dresscode sind wichtige Anhaltspunkte, um nicht anzuecken. Oft definiert der Chef, was geht und was nicht. Eine stimmige Mischung von sozialer Anpassung, Seriosität und Individualität hinzubekommen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Man sollte sich ihr mit einiger Aufmerksamkeit widmen. Auch wenn im Praktikum in einem Unternehmen keine Manschettenknöpfe getragen werden, können sie beim Bewerbungsgespräch Eindruck hinterlassen. Beispielsweise kann man durch ein Praktikum in einen Job von der Pike auf hineinschnuppern. Zugleich kann man durch den Bewerbungsdress und sein Auftreten aber sein Ziel anzeigen, eines Tages in die Chefetage aufzusteigen. Viele Botschaften vermittelt man im Berufsalltag ohne Worte.

Bewerbungsgespräche mit Erfolgsfaktor

Vom Modedesigner Giorgio Armani wird ein schöner Ausspruch kolportiert. Armani sagte sinngemäß "Man sollte sich niemals für den Job kleiden, den man schon hat - sondern immer für den, den man erreichen möchte". In diesem Zusammenhang wird jedes Detail dessen, was man angezogen hat, wichtig. Der Anzug sollte zum Unternehmen oder zum Job passen, auf den man sich bewirbt. Wer sich als Werftarbeiter oder Auszubildender im Bankensektor bewirbt, trägt besser keinen teuren Armani-Anzug. Die Accessoires müssen zum Anzug passen. Manschettenknöpfe und Gürtel, Schuhe und Einstecktuch, Krawatte und Armbanduhr müssen erkennen lassen, dass man Stil hat und sich stimmig zu kleiden weiß. Eine protzige Armbanduhr, eine auffallende Krawatte und abgenutzte Schuhe haben schon bei manchem Kandidaten die Bewerbungschancen ruiniert. Auch die Business-Bag sollte erkennen lassen, dass man den Dresscode im Unternehmen kennt und beherrscht. Sie sollte männlich, aber zurückhaltend und sachlich wirken. Man meidet in bestimmten Branchen tunlichst, einen Eastpak-Rucksack, eine bunt bedruckte Dakine-Tasche oder eine Adidas-Schultertasche im Retro-Look zu benutzen.

Die Wahrnehmung des Outfits

Taschen und Accessoires für Männer Die Kreativberufe erlauben einem eine individuellere Taschenwahl. Heute dürfte es wohl gang und gäbe sein, dass man eine Laptoptasche nutzt. Das hat damit zu tun, das man heute große Datenmengen auch in Form eines Sticks oder einer CD transportieren kann. Man kann sie in Intranets oder Clouds vielen Menschen zugänglich machen. Die Bandbreite an Taschen-Angeboten reicht von der klassischen Leder-Aktentasche über die synthetischen Modelle im klassischen Look bis zu modernen Varianten als Laptop-Rucksack. Während es in vielen Branchen auf die Ausstrahlung von Seriosität ankommt, erlaubt die Kreativbranche, dass man andere Impulse wichtig nimmt. Hier zählen die Individualität und die Persönlichkeit des Bewerbers wesentlich mehr.

Ein klassischer Manschettenknopf kann in bestimmten Berufen fehl am Platze wirken. Jeans, Sakko und Lederschuhe plus eine farblich zu den Schuhen passende Ledertasche wirken trotz Casual-Effekt noch seriös. Sie können vom Vorgesetzten aber auch als zu konventionell wahrgenommen werden. Es kommt immer darauf an, welchen Grad an Bohemien-Look man sich leisten kann. In einem klassischen Modehaus als Verkäufer anzufangen, verlangt ein anderes Outfit, als sich im selben Modehaus als Designer vorzustellen. Insofern gibt es keine Standardregeln für das Outfit. Es gibt auch keine Regel dafür, ob man eine hochwertige alte Leder-Aktentasche zum Bewerbungsgespräch oder dem ersten Arbeitstag mitnimmt, oder sich extra eine neue kauft.

Das Business-Outfit sollte rundum überzeugen

Manche Bewerber in Büroberufen denken, sie müssten vor allem durch Kompetenz und gute Zeugnisse überzeugen. Das ist aber nur ein Teil dessen, was ein Geschäftsmann abtastet, wenn er jemanden einstellen möchte. Goldene Manschettenknöpfe verraten ihm einen Hang zur Prunksucht oder ein reiches Elternhaus. Eine abgelaufene Schuhsohle spricht für einen Hang zur Nachlässigkeit. Ein heraushängendes Hemd oder zu lange Hosenbeine, die falsche Sockenfarbe und ähnliche Dinge verraten schlechte Vorbereitung und schlechten Stil. Eine bunt bedruckte Krawatte lässt auf schlechten Geschmack oder zu große Individualität schließen. Ein teurer Maßanzug, der im Preis den des zukünftigen Chefs übertrumpft, ist für einen Sachbearbeiter keine gute Wahl.

Die Business-Bag lässt je nach Form, Farbe und Größe Schlüsse über den Ordnungssinn oder den Hang zur Unordnung zu. Jedes Detail für sich - und vor allem der Gesamteindruck - lassen viele Schlüsse zu. Zu einem strengen Dresscode passt nur eine schwarze Businesstasche oder ein Aktenkoffer. Bei nicht so strengen Vorschriften darf es auch eine dunkelbraune Aktentasche aus Glattleder, genarbtem Leder oder Wildleder sein. Sie dürfte auch weinrot, hellbraun oder dunkelblau ausfallen, solange sie einen relativ klassischen Look hat.

Casual Look oder strenger Dresscode?

Taschen für Männer Nur in Handwerksberufen oder als Verkäufer, Fernfahrer oder Malermeister dürfte man sich einen "Casual Look" leisten. Entsprechend können in Berufsfeldern ohne Dresscode auch die benutzten Business-Taschen die klassische Aktentaschenform verlassen. Sie dürfen hier zum Rucksack oder zur Schultertasche werden. Der Manschettenknopf, der Anzug und das weiße Oberhemd sind in manchen Jobs kontraproduktiv. Sie werden folglich auch nicht erwartet, wenn man sich dafür vorstellt. In manchen Firmen ist ein Blaumann angesagt. In anderen werden weiße Laborkittel, Uniformen oder Anzüge getragen. Welche Business-Tasche er in seinem Stahlschrank aufbewahrt, ist bei einem Arzt oder Laboranten unerheblich. Trotzdem kann es hier eine Image-Frage sein, was man bei sich trägt. Es sieht einfach nicht gut aus, wenn ein Arzt nach dem Dienst in seinen Porsche steigt und dabei einen abgewetzten Rucksack auf den Rücksitz wirft.

In anderen Berufsfeldern können Sicherheitsbedenken gegeben sein. Vertrauliche Papiere trägt man besser nur in einer abschließbaren Aktentasche in unauffälligem Design mit sich herum. Die Alternative ist ein Stick in der Hosen- oder Brusttasche, den niemand dort vermuten würde.

Innen wie außen sinnvoll

Die Inneneinteilung einer modernen Business-Bag sollte den neuen Medien gerecht werden. Der Transport von Ultrabooks oder Laptops, iPads, Akten und wichtigen Unterlagen verlangt eine gute Fächereinteilung der Business-Tasche. Je anspruchsvoller der Beruf und die Position im Unternehmen sind, desto hochwertiger darf die Business-Tasche eines Mannes ausfallen. Man nutzt eine hochwertige Tasche schließlich jahrelang. Ein Preis zwischen 300 und 500 Euro erscheint deswegen in manchen Berufsfeldern als angemessen. Echtlederwaren aus Deutschland, Italien und Spanien gelten als besonders hochwertig in Material- und Verarbeitungsqualität.

Kunstleder und Synthetik haben im Look fast schon gleichgezogen. Nur der Abnutzungs- und Verschleißfaktor ist hier deutlich höher anzusetzen. Reißverschlüsse und Schnallen an Taschen sowie Scharniere an Aktenkoffern sollten rostfrei und solide sein. Außerdem muss der Handgriff einer Business-Tasche robust sein, weil der Taschenbesitzer trotz aller Computertechnologie manchmal schwere Akten transportieren muss.

Funktionalität versus Stil

Die Funktionalität ist bei einer Business Bag wichtiger als Stil. Der Stil entscheidet jedoch, ob Sie der geeignete Kandidat für einen bestimmten Posten sind. Wählen Sie eine zu kleine Aktentasche, weil diese eleganter wirkt, tragen Sie unter Umständen ständig Aktenberge außerhalb der Tasche mit sich herum. Das lässt nicht gerade auf einen hohen Grad an Organisation schließen. Der Job definiert also zu einem beträchtlichen Teil die Art der Business-Bag. Ob es eine hochwertige Messenger-Bag oder eine klassische Aktentasche sein sollte, merken Sie sehr schnell. Die Business-Tasche muss sich in Farbe und Material aber nicht nach den Schuhen und dem Gürtel richten. Besser ist ein zu jedem Look passender Taschen-Allrounder. Die neutrale Farbe Schwarz bietet sich daher zu jedem Outfit an.

Stimmige Details wie Manschettenknöpfe

Der Manschettenknopf richtet sich im Geschäftsleben nach dem Anzug. Beide sollten zurückhaltend, hochwertig verarbeitet und dem Dresscode angemessen gewählt werTaschen und Accessoires für Männer den. Manschettenknöpfe sind keineswegs eine schöne Nebensache, die man vernachlässigen kann. Die doppelte Klappmanschette ist der richtige Ort, um einen Manschettenknopf zu befestigen. Als erlaubter männlicher Schmuck haben sie im Business auch eine nützliche Funktion. Es gibt heute aber auch Business-Hemden mit einfacher Manschette, die gar keinen Manschettenknopf mehr benötigen. Sie werden nur geknöpft.

Wer Manschettenknöpfe trägt, zeigt jedoch Stilbewusstsein. Form und Farbe von Manschettenknöpfen werden auf die restlichen Accessoires abgestimmt. In Frage kommt eine Abstimmung mit den Farben und Metallteilen von Gürteln, Krawatten und Krawattennadeln, Uhren oder Brillen. Dezente goldene oder silberfarbene Ovale oder Quadrate gelten beim Manschettenknopf als Klassiker.

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